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Betsimisaraka Frau am Strand im Osten von MadagaskarAlluaudiaAmbatolampyEulemur rubriventerHochland von Madagaskar
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Madagaskar (Themenübersicht)

Die viertgrößte Insel der Welt ist ein tropisches Naturparadies mit vielen Gesichtern. Eine gewaltige Landfläche mit Urwäldern, Steppen, Wüsten, Bergregionen, Hochebenen und 5000 km Küste mit Mangrovenwäldern und Palmenstränden machen Madagaskar zur Perle des Indischen Ozeans. Mehr als 50 Nationalparks schützen die einmalige Fauna und Flora dieses Naturparadieses. Die UNESCO hat einige Landschaftszonen wie die Tsingy von Bemaraha oder die Nationalparks des Ostens als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt. Madagaskar wird bewohnt von 18 ethnischen Gruppen, die eine gemeinsame Sprache verbindet, das Malagasy. Der Tourismus in Madagaskar entwickelt sich wegen der mangelhaften Infrastruktur nur langsam.

rote Erde MadagaskarDie "Große Insel" Madagaskar, auf madagassisch Madagasikara, wegen ihrer bis zu 20 m dicken roten Erdschicht auch "Rote Insel" genannt, liegt im Indischen Ozean östlich von Afrika und südlich des Äquators zwischen dem 12. und 27. Grad südlicher Breite und 45. und 54. Grad östlicher Länge, durch den 400 km breiten Kanal von Mosambik von Afrika getrennt. (weiter zu Regionen und Landschaften Madagaskars)

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt (nach Grönland, Neuguinea und Borneo), 580 km breit in Ost-West-Richtung an ihrer breitesten Stelle und 1.600 km lang in Nord-Süd-Richtung. Die Küstenlänge beträgt rund 5.000 km und bietet unzählige palmengesäumte Badestrände und Korallenriffe, die zum Tauchen einladen. Wie eine Perlenkette sind eine Reihe von kleinen Paradies-Inseln, die im 17. Jahrhundert noch den Piraten als Zuflucht dienten, dem madagassischen Festland vorgelagert.

nosy beDie größeren dieser unmittelbaren Nachbarinseln, die ebenfalls zum Staatsgebiet Madagaskars gehören, zählen zu den touristischen Attraktionen Madagaskars: zahlreiche Hotels finden sich insbesondere auf den jeweils nur wenige 10 km vor der Küste gelegenen Inseln –› Sainte Marie (auf madagassisch: nosy boraha) vor der der Ostküste und –› Nosy Be vor der Nordwestküste.

Die anderen "großen Nachbarinseln" im Indischen Ozean erscheinen neben dem Inselkontinent Madagaskar wie Staubkörner: einige 100 km entfernt im Nordwesten befindet sich die Inselgruppe der Komoren mit Mayotte und dem Moroni-Atoll, in knapp 1000 km Entfernung östlich von Madagaskar liegen die beiden großen Inseln der Maskarenen Réunion und Mauritius und im Norden ebenfalls 1000  km entfernt liegt die Inselgruppe der Seychellen. (=> weitere Informationen zum Inselstaat Madagaskar...)

nach obenAntananarivo, die Hauptstadt Madagaskars

Anosy-See Antananarivo Antananarivo ist Hauptstadt und politisches und wirtschaftliches Zentrum Madagaskars. Die Gründung der Stadt geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Der Königspalast von Antananarivo, der Rova, zeugt von der kurzen Geschichte des Königreichs Madagaskar, das 1896 mit der französischen Kolonialzeit endete. Die Stadt liegt im zentralen Hochland inmitten der mystischen 12 Königshügel des Imerina auf einer Höhe von 1350 m und ist großräumig von Reisfeldern umgeben.

AmbohimangaDer alte Königssitz von Ambohimanga nur 30 km nördlich von Antananarivo gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Während der französischen Kolonialzeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunders wurde das Verkehrsnetz nach französischem Vorbild zentral auf die Hauptstadt Antananarivo ausgerichtet. Auf dem Landwege kann man von der Hauptstadt aus alle wichtigen Ziele in Madagaskar erreichen. Der Flughafen von Antananarivo ist der zentrale Anlaufpunkt für zahlreiche nationale und internationale Flüge. Die Fluggesellschaft Air Madagascar unterhält ein dichtes Netz an Inlandsflügen, über das auch viele kleinere Ortschaften zumindest einmal wöchentlich erreichbar sind.

Das Umland von Antananarivo mit seinen kleinen Dörfern und zahllosen Reisterassen ist das Kerngebiet der Merina-Könige, die hier im 18. Jahrhundert regierten und deren 12 Königssitze teilweise heute noch besichtigt werden können. (=> weitere Informtionen über Antananarivo...)

nach obenDie Regionen Madagaskars

Karte von Madagaskar bei Google-MapsDie Landschaften des riesigen Inselkontinents Madagaskar sind vielfältig und reichen von Trockenzonen im Süden der Insel, über Savannen im Westen und Norden, tropische Bergwälder im Osten und Nordosten hin zu gemäßigten subtropischen Gebieten im Hochland, in dessen Zentrum die Hauptstadt Antananarivo liegt.

Nosy MangabeBergregionen, teilweise mit Tropenwäldern, Wüstenebenen und Trockensteppen, rund 5000 km Küste mit vielen Mangrovenwäldern und mit palmenbestandenen Traumstränden und kleinen vorgelagerten Paradiesinseln runden das Bild ab. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören mehr als 100 Schutzgebiete und atemberaubende Landschaften über und unter Wasser. Viele Volksstämme der Insel leben in isolierten Gebieten heute immer noch genauso wie ihre Vorfahren vor 500 Jahren. (=> weitere Informationen über die Regionen Madagaskars...)

nach obenTiere und Pflanzen Madagaskars

Sifaka Lemur, propithecus verreauxi, im Süden von MadagaskarDie Natur des Inselkontinentes Madagaskar besteht zu sehr großen Teilen aus einer endemischen Tier- und Pflanzenwelt. Nur in Madagaskar sind die berühmten Lemuren zuhause, Feuchtnasenaffen, die hier mit mehr als 80 Arten vertreten sind. Daneben zählen auch die vielen Chamäleon- und Schildkrötenarten zu den Attraktionen der Insel genauso wie die unzähligen Insektenarten und eine große Zahl von wirbellosen Tieren, die zu großen Teilen noch immer unerforscht sind.

Baobabwälder und Trockensteppen mit bizarren Sukkulentenarten durchziehen die Savannenlandschaften im Westen und Süden der Insel Madagaskar. Der Ostteil des Inselkontinents ist teilweise mit den letzten verbleibenden Regenwäldern der Insel bedeckt, von denen einige als Weltnaturerbe unter besonderem Schutz der UNESCO stehen.

Immer wieder kommt es zu spektakulären Entdeckungen von neuen Tier- und Pflanzenarten in Madagaskar: im Jahr 2010 wurde ein bisher unbekanntes Mini-Raubtier entdeckt, 2009 wurden rund 100 neue Froscharten klassifiert. Auch werden fast jährlich neue Lemurenarten in isolierten Gebieten entdeckt. (=> weitere Informationen über die Natur Madagaskars)

Madagaskar ist frei von großen Tieren oder Raubtieren und giftigen Schlangen, was einen Aufenthalt in der Natur zu einem ungefährlichen Vergnügen macht.

nach obenNaturparks und Schutzgebiete in Madagaskar

ChamäleonZahlreiche Naturparks und Schutzgebiete machen das natürliche Erbe der roten Insel erlebbar. Die Regenwaldgebiete im Osten Madagaskar gehören seit 2007 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die sehenswertesten Schutzgebiete sind die Gebiete von Andasibe und Ranomafana im östlichen und südlichen Hochland, Masoala und Marojejy im Nordosten, Montagne d'Ambre im Norden, Isalo im südlichen Hochland, Andohahela im Süden und die weltberühmten Tsingys im Nationalpark von Bemaraha im Westen der großen Insel, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gezählt werden.

Auch viele private Schutzgebiete haben sich in den letzten Jahrzehnten etabliert, die zu unterschiedlichsten Themenschwerpunkten die Natur der roten Insel repräsentieren. Das berühmteste private Schutzgebiet ist der Naturpark Berenty mit seinen zahlreichen Lemurenarten im Süden der Insel. (=> weitere Informationen über die Schutzgebiete Madagaskars)

nach obenMenschen, Kultur und Sprache Madagaskars

Schulkinder im Hochland von MadagaskarDie Menschen der roten Insel Madagaskar entstammen einem bunten Völkergemisch mit oft malaiischen Gesichtszügen. Die Traditionen der Madagassen sind durch einen ausgeprägten Ahnenkult und Naturreligionen bestimmt. Die Kultur hat eine vielseitige Musikszene hervorgebracht. In der wechselvollen Geschichte Madagaskars haben sich zahlreiche Königreiche gebildet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Insel zur französischen Kolonie und ist seit 1960 wieder unabhängig.

heiliger Baum in MadagaskarGenauso bunt wie die Bevölkerung ist die religiöse Vielfalt des Landes. Die größte Gruppe wird mit einem Anteil von 45% von den Christen gebildet. Die meisten Madagassen sind ihren traditionellen Naturreligionen treu.

Die Küche der roten Insel ist, genauso wie die Landwirtschaft, dominiert vom Reis, von dem jeder Madagasse täglich bis zu 500 g verzehrt. Das beliebteste Zuchttier ist das Zebu. Dieses Buckelrind ist vor allem im Süden Madagaskar häufig anzutreffen. Rindfleisch, Schweinefleisch und Hühnerfleisch sind allgegenwärtig in der madagassischen Küche, in der auch viele Bohnensorten und Blattkräuter zum Einsatz kommen.

Die einzige Landessprache von Madagaskar ist das malagasy und gehört zur austronesischen Sprachfamilie, deren Verbreitungsgebiet sich von Madagaskar bis zu den Osterinseln erstreckt. Eine kleine Grammatik und ein Wörterbuch der madagassischen Sprache erklären die wichtigsten Grundregeln der Sprache. (=> weitere Informationen über die Bewohner, die Kultur und Geschichte Madagaskars). Als wichtigste Fremdsprache hat sich das Französisch etabliert, das etwa von 1% der Bevölkerung gesprochen wird.

nach obenTourismus in Madagaskar

Toliara im Süden von MadagaskarDas Urlaubsland Madagaskar bietet Naturattraktionen ebenso wie tropische Traumstrände mit zahlreichen wassersportlichen Aktivitäten. Auch Abenteuerreisen und Individualtourismus sind gefahrlos möglich. Der Tourismus entwickelt sich jedoch wegen der immer noch mangelhaften Infrastruktur nur langsam.

Die großen Entfernungen und die schlechten Straßenverhältnisse verlangen dem Besucher darüberhinaus viel Geduld ab. Lokale Flugverbindungen erreichen fast alle größeren Ortschaften Madagskars, aber viele Strecken sind schon Monate im voraus ausgebucht oder werden nur einmal pro Woche bedient. Viele kleine Reiseveranstalter vor Ort bieten Touren und Ausflüge an. (–› Tipps für Reisende)

Buchempfehlungen und Internet-Inormationen in deutscher Sprache für eine Reise nach Madagaskar sind nur beschränkt verfügbar. Auf unserer Shop-Seite bei amazon.de sind die wichtigsten aktuellen Buch- und Musikangebote zum Thema Madagaskar zusammengefasst. (=> weitere Informationen über den Tourismus in Madagaskar)

nach obenProdukte aus Madagaskar

Saphire aus MadagaskarMadagaskar bietet eine große Anzahl an Naturprodukten von Kakao und Kaffee über Gewürze wie Vanille und Nelken, Duftessenzen aus Ylang-Ylang für die Parfümindustrie, bis hin zu Produkten der Naturkosmetik. Auch Früchte wie die berühmten Litschis, die immer zu Weihnachten in Europa eintreffen, Fisch- und Fleischprodukte gehören zu den Exportgütern.

Der Export von Holz ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig, der allerdings auch illegale Händler angelockt hat, die auf das seltene Rosenholz aus sind. Auch Kunsthandwerk aus Naturmaterialien wie Raffia-Bast oder Holz ist auf der großen Insel zu finden. Nicht zu vergessen sind die Edelsteine wie die berühmten Madagaskar-Saphire, die an vielen Fundorten in allen Farben und Größen gefunden werden und zu den attraktivsten Produkten der roten Insel gehören. (=> weitere Informationen über die Naturprodukte und Industrie Madagaskars)

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