Die Pflanzenwelt Madagaskars
Die Pflanzenwelt Madagaskars ist eine der artenreichsten der Welt. Es gibt 12.000 bis 14.000 Pflanzenarten in Madagaskar, von denen mehr als 85% nur auf Madagaskar vorkommen, also hier endemisch sind. Insbesondere die zahlreichen Orchideenarten üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Besucher aus. Aber auch die Sukkulentflora der Trockengebiete ist spektakulär, nicht zuletzt durch die zahlreichen Baobab-Arten. Aber auch viele Palmenarten, Farne, Baumarten und insektenfressende Pflanzen gehören zu den botanischen Highlights der großen Insel.
Der
Flächenteil
an intakter ursprünglicher Naturlandschaft nimmt
in Madagaskar von Jahr zu Jahr zugunsten der Gewinnung von Ackerland
ab. Intakte Naturlandschaften werden in den zahlreichen –› Schutzgebieten der Insel erhalten. Große
Teile Madagaskars sind heute allerdings mit einer Sekundärvegetation
bedeckt, die auch nicht in Madagaskar beheimatete Pflanzen beinhaltet.
Insbesondere Eukalyptus wird
gerne bei Aufforstungen gepflanzt, da er besonders gut den Buschfeuern
widersteht.
Die Regionen und ihre typische Flora
Die
botanische Rundreise beginnt in der Hauptstadt –› Antananarivo.
Überall in der Stadt finden sich Jacaranda-Bäume
(Jacaranda
mimosaefolia), die von September bis November ein violettes
Blütenmeer
über die ganze Stadt und die Region ziehen. Allerdings sind
Jacarandas keine ursprüngliche madagassische Baumart, sondern
importiert.
Das
Hochland um Antananarivo wird vorwiegend für die Landwirtschaft
genutzt und wirkt generell recht karg. Der ursprüngliche Waldbestand
ist zugunsten der Landwirtschaft in den letzten 150 Jahren fast vollständig verschwunden.
Aufgeforstete Waldbestände bestehen meist aus importierten
Eukalyptus und Kiefern.
Der
südliche Teil des zentralen Hochlandes geht westlich von Fianarantsoa
in das –› Isalo-Gebirge über. In den trockenen Felsgebirgen
des Isalo finden sich Pflanzen, die aussehen wie fußballgroße
Keramikkrüge, aus denen gelbe Blüten an einem langen Stil
wachsen, der pachypodium horombense. Nicht zu verwechseln
mit bis zu einem Meter hohen Zwergbaobab, dessen Aussehen durch
die Bezeichnung Elefantenfuss gut umschrieben wird. Auch er hat
gelbe Blüten.
Je
weiter man in Richtung –› Süden und Westen geht, umso trockener
wird das Klima. An der Westküste sind die Affenbrotbäume
oder Baobabs die auffälligste Baumart, in Madagaskar Renala
genannt. Hier finden sich auch viele Sukkulenten, die zu 99% endemisch
sind, wie Pachypodien, Euphorbien und Aloe-Arten.
Madagaskar
hat 330.000 ha Mangrovenwälder, 97% davon befinden
sich an der Westküste. Damit besitzt Madagaskar das
größte
Mangrovenvorkommen des westlichen Indischen Ozeans: in Diégo-Suarez,
im Mündungsdelta des Betsiboka bei Mahajanga, um Morondava
und um Tulear. Mangroven sind Brackwasserpflanzen ertragen
Salzwasser und Süsswasser.
Unterbrochen
wird die Küstenregion durch Sümpfe und Moore, auf denen
freischwimmende Pflanzen wachsen. Auch die endemische und fleischfressende
Kannenpflanze gedeiht in diesem Umfeld. Die Teiche sind umgeben
von einer Sumpflandschaft mit Wasserhyazinthen (madagassisch:
tetezanalika). Die interessantesten Süßwasserlandschaften
befinden sich im Osten der Insel, parallel zur Küste, wo der Pangalanes-Kanal
mit seinen zahlreichen untereinander verbundenen Seen verläuft.
Der
Osten der Insel wird von Norden nach Süden von einer
tropisch-feuchten Zone durchzogen, die sich über eine Länge von
1.100 km erstreckt und bis in Höhenlagen
von 900 m reicht. Der immergrüne Regenwald dieser Region
ist stellenweise immer noch intakt wie zum Beispiel in den Schutzgebieten Ranomafana, Andasibe und
im Montagne d'Ambre, die
unter dem Oberbegriff Atsinanana von
der UNESCO als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt
wurden. Hier haben die Bäume
häufig Brett- und Stelzwurzeln. Baumfarne geben dem Wald eine
urweltliche Dimension. Das dichtverzweigte Wurzelwerk der Baumfarne
wird zu dekorativen Blumentöpfen gehauen und am Rande der
Straßen
verkauft, dadurch sind einzelne Baumfarnarten bereits rar geworden.
Eine Sonderstellung als eigene Vegetationszone nimmt
das Becken von Sambirano und
die Insel Nosy Be im sonst trockenen
Nordwesten ein. Diese Regionalflora wird durch die hohen
Regenfälle ermöglicht, die nördlich der Gebirgszüge
des Tsaratanana ein feuchtes Mikroklima erzeugen, ideale Voraussetzungen
für den Anbau von Ilang-Ilang, Kakao, Zuckerrohr,
Kaffee und Pfeffer.
Der Ylang-Ylang-Baum (Cananga
odorata) ist ein
Flaschenbaumgewächs, das häufig im Nordwesten Madagaskar und
auf der Insel Nosy-Be anzutreffen ist. Ylang-Ylang ist ein kleiner
Baum, der auf Strauchhöhe gehalten wird, mit großen,
wohlriechenden, zu zweit bis viert in den Blattachseln stehenden
Blüten, aus
denen das ätherische,
fruchtig-blumig riechende Ylang-Ylang-Öl gewonnen wird.
Die
Sukkulenten Madagaskars
Neben den auch in unseren Breiten bekannten Pflanzenfamilien
sind in Madagaskar viele sukkulente Arten vertreten. Unter Sukkulenten
fasst man die Pflanzenfamilien zusammen, die Pflanzenorgane zur
Wasserspeicherung besitzen. Es wird zwischen Blatt-, Stamm- und
Wurzelsukkulenten unterschieden, wobei alle Kombinationen möglich
sind. Einige aus Amerika stammende Kaktusarten sind ebenfalls nach
Madagaskar eingeführt worden, zählen aber nicht zu den
edemischen Arten.
Die endemischen Sukkulenten Madagaskars sind unter anderem mit folgenden Gattungen vertreten:
Apocynaceae (Hundsgiftgewächse):
13 endemische Arten von Pachypodium,
mit Pachypodium brevicaule, Pachypodium
rosulatum, Pachypodium
horombense, Pachypodium decaryi und Pachypodium
rutenbergianum als wichtigsten Vertretern; - Araceae (Aronstabgewächse): Typhonodorum lindeleyanum ist die einzige Art ihrer Gattung, eine Wassepflanze mit riesigen Blättern, die in Madagaskar endisch ist;
- Asphodelaceae (Affodillgewächse): wichtigster Vertreter Aloe (Familie der lilienartige Gewächse) mit 45 Arten in Madagaskar vertreten, unter anderem Aloe helenae, Aloe suzannae, Aloe vahombe, Aloe divaricata;
- Crassulaceae (Dickblattgewächse): 62 Arten Kalanchoe in Madagaskar;
- Didiereaceae: Alluaudia, Alluaudiopsis, Calyptrotheca, Ceraria, Decaria, Didieara, Portulacaria
- Fabaceae (Hülsenfrüchtler): die Gattung Delonix ist mit 9 endemischen Arten in Madagaskar vertreten, darunter der berühmte Flammenbaum Delonix regia;
Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse):
Didiereaceae wie Alluaudia ascendens und Alluaudia
procera;
darüberhinaus fast 1000 Arten von Euphorbia, einige
mit Stacheln andere mit Blättern ausgestattet; - Hyacinthaceae (Hyazinthengewächse): Albuca, Bowiea, Dipcadi, Drimia, Hyacinthus, Lachenalia, Ledebouria, Litanthus, Massonia, Ornithogalum, Rhadamanthus, Rhodocodon, Schizobasis, Urginea, Whiteheadia
- Malvaceae (Malvengewächse): 7 in Madagaskar endenische Baobabs, Adansonia grandidieri, Adansonia rubrostipa (fony), Adansonia za, Adansonia madagascariensis, Adansonia suarezensis, Adansonia perrieri, Brachychiton, Cavanillesia, Ceiba, Pseudobombax, Sterculia
- Moringaceae (Moringa): die drei in Madagaskar heimischen Moringa-Arten sind Nutzpflanzen, deren Blätter als Gemüse dienen und aus deren Samen Öl gewonnen wird;
- Pedaliaceae (Sesamgewächse): Pterodiscus, Sesamothamnus, Uncarina
- Piperaceae (Pfeffergewächse) Peperomia
Orchidaceae (Orchideen): die 960
Orchideenarten Madagaskars verteilen sich auf 58 Gattungen wie
zum Beispiel Angraecum, Cymbidiella, Cynorkis oder Eulophia; Vanilla wurde
aus Südamerika importiert;
Die
bei uns als Zimmerpflanze bekannte Madagaskar-Palme wird
von den Botanikern Pachypodium lamerei genannt. Mit 13 verschiedenen
Arten strauchiger oder baumförmiger Sukkulenten ist die Gattung
Pachypodium (Familie: Apocynaceae) in Madagaskar vertreten.
Die Madagaskar-Palme trägt auf ihrem verdickten Haupttrieb
ein kräftiges Dornenkleid. Die Dornen sind in Wirklichkeit
Nebenblätter und stehen jeweils zu Dritt in einer Gruppe. Die
Familie der Pachypodien umfasst kleine kieselsteinförmige Gewächse
wie die Pachypodium bevivcaule, flaschenförmige wie
die pachypodium rutembergianum, die als größte
ihrer Art bis zu sechs Meter Höhe erreichen kann und deren
Blüten stark duften.
Die
große Familie der Wolfsmilch-Gewächse (Euphorbiaceae)
ist in Madagaskar mit einer Vielzahl von sukkulenten Arten vertreten,
die meisten gehören zur Gattung Euphorbia mit den
wichtigsten Arten Euphorbia lophogona, Euphobia
milii, Euphorbia
croizatii, Euphorbia viguieri und Euphorbia
geroldii. Pachypodium
speichert Wasser im verdickten Teil des unteren Stammes (vom
griechischen pachýs = dick und podós = Fuß).
Es sind Stammsukkulenten, mit charakteristischem, weißem,
klebrigem und stark ätzend-giftigem
Milchsaft. Dornen treten oft paarweise auf, was die Euphorbia leicht
unterscheidbar macht zu den Kakteen mit einem einzelnen Dorn.Alluaudia
Die
Familie der Aloe-Gewächse mit rund 20 Gattungen und
600 Arten wurde früher zu den Lilien-Gewächsen gezählt.
Bekannteste Vertreter sind die Aloen und Haworthien, beides Blattsukkulenten.
Die meisten Arten gedeihen auch in leichtem Schatten. Aloen lassen
sich ohne Blüten leicht mit Agaven verwechseln, aber die Blätter
sind nicht wie bei den Agaven faserig-zäh, sondern weichfleischig
und saftig, ein stechender Enddorn fehlt. Einige Aloe-Arten erreichen
im Alter baumförmige Ausmasse. Einige Arten werden medizinisch
genutzt und sind heute in den ganzen Tropen und Subtropen verbreitet.
Seltsame
Gewächse sind die dornigen Didiereaceae, eine den
Kakteen
ähnliche, jedoch nicht verwandte Pflanzenfamilie.
Elf von 20 in Madagaskar heimischen Arten sind hier endemisch.
Sie haben lange, rutenartige, verzweigte und blattlose Arme, die
wie dornenbestandene Säulen
mehrere Meter hoch wachsen. Da auch die Zweige grün sind,
können
die Pflanzen selbst im blattlosen Zustand Photosynthese betreiben.
Ein typischer Vertreter in
den Steppenlandschaften Madagaskars Süden ist die alluaudia
procera. Innen
sind die Arme verholzt. Daher werden diese urwüchsigen
Relikte als Baumaterial und Brennholz geschlagen.
Sisal (Agave sisalana) gehört
zur Pflanzenfamilie der Agavengewächse (Agavaceae),
die aus Südamerika importiert wurde. Die Blätter werden
maschinell in einem so genannten "Dekortikator" aufbereitet.
Danach werden die Fasern auf Trockengestellen ausgebreitet und in
der Sonne getrocknet. Dabei werden die Fasern gebleicht.
Von allen Agavenarten besitzt die Sisal-Agave die größte
wirtschaftliche Bedeutung. 2001 lag die Menge produzierter Sisalfasern
weltweit bei 336.000 t. Die Fasern dienen zur Herstellung von Tauen,
Bindegarn, Seilen, Fischernetzen, robusten Teppichen, Hängematten
und Möbelstoffen.
Der Flammenbaum gehört
zur Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler),
die weltweit nur 11 Arten umfasst, von denen neun in Madagaskar
endemisch sind: Delonix boiviniana (gelblich Blüten), Delonix
brachycarpa (gelbe Blüten),
Delonix
decaryi oder D. adansonioides (flaschenförmiger
Stamm ähnlich wie Baobabs), Delonix floribunda (gelbe
Blüten),
Delonix leucantha (weiße Blüten), Delonix
pumila (weiße Blüten),
Delonix regia (weiße und rote Blüten), Delonix
tomentosa (weiße Blüten) und Delonix
velutina (Baum mit weißen Blüten wird
zur Herstellung von Einbäumen benutzt).
Orchideen
Viele Arten wilder Orchideen wachsen in Madagaskar.
Auch die Nutzpflanze Vanille,
ebenfalls eine Orchideenart, wird angepflanzt, sie wurde jedoch
ursprünglich aus Südamerika importiert. Die Bestäubung
muss allerdings mühsam von Hand erfolgen, da in Madagaskar
kein entsprechendes Insekt vorkommt, das diese Aufgabe übernimmt.
Etwa
1000 endemische Orchideenarten werden in Madgaskar gezählt.
Die meisten hier vorkommenden Orchideenarten sind Epiphyten,
das heißt, sie wachsen auf anderen Pflanzen, meist Bäumen,
ohne diesen allerdings Nährstoffe zu entziehen.
Heilpflanzen
Die
930 Arten von in Madagaskar heimischen Naturheilpflanzen
werden bereits seit langer Zeit traditionell in der madagassischen
Medizin verwendet. Am bekanntesten wurde das Madagaskar-Immergrün (Catharanthus
roseus), bekannt auch
unter dem Namen Madagascar periwinkle, das
seit seiner Entdeckung 1953 Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung
(Leukämie) liefert. Die Pflanze gehört
zur Familie der Apocynaceae und wird im großen
Stil in Madagaskar angebaut (1000 t pro Jahr werden exportiert).
Verwertet werden die Wurzeln und die Blätter der Pflanzen.
Die
Palmenarten Madagaskars
Madagaskar
beheimatet über 170 Palmenarten, von denen 166 in Madagaskar endemisch
sind. Palmen sind in Madagaskar ein wichtiger Rohstofflieferant
sowohl beim Hausbau, wo die Blätter und Fasern bei Dachkonstruktionen
verwendet werden, als auch als Nahrungslieferant in Form von Palmwein
und Ölen.
Am bekanntesten ist die madegassische
Raffiapalme. Das Wort Raffia ist madagassisch und eines der wenigen
Wörter, das in die deutsche Sprache Einzug gefunden hat. Raffiapalmen
werden bis zu 20 m hoch, die Palmkronen tragen bis zu 15 m lange
und bis zu 3 m breite Fiederblätter.
Die jungen, noch nicht entfalteten Blätter sind vom Raffiabast
überzogen, der abgetrennt, getrocknet und in Ballen verpackt
wird. Raphiafasern sind von großer Festigkeit und Dehnbarkeit.
Sie sind 1,5 bis 1,8 m lang und 0,04 m breit.
Die Bastpalme oder Raffiapalme (Raphia farinifera) liefert als Rohstofflieferant Material für viele Zwecke. An der Ostküste werden noch heute aus den dünnen Fasern Hemden und Blusen geflochten. Die Häuser werden mit den Blättern der Raphia gedeckt, zudem kann aus der Pflanze Alkohol und Wachs gewonnen werden. Raffia gehört zu den Palmfasern und wird auch unter der Bezeichnung Raffiabast gehandelt.
Die Schraubenpalme (Pandanaceae) ist
in Madagaskar mit 70 Arten vertreten, unter anderem mit dem pandanus
utilis. Ehre Blätters werden zum Decken von Dächern verwendet.
Die Schraubenpalmen werden zwischen 3 m und 15 m hoch.
Die Kokospalme (Cocos nucifera)
wird bis zu 30m hoch. Die Fasern der Fruchtwand werden zur Herstellung
von Seilen und Matten verwendet, Endknospen und Blätter als Palmkohl gegessen; der nach Abschneiden des Blütenstandes
austretende Saft ergibt vergoren Palmwein.
Die Dattelpalme (Phoenix dactylifera) wird bis zu 30m hoch. Der weibliche Baum trägt Büschel 45 cm langer, im Reifezustand dunkelroter oder gelber, zuckerreicher Beerenfrüchte. Die Jahresernte pro Baum beträgt zwischen 50 und 150 kg an Früchten (Datteln).
Die
zu den Bananengewächsen zählende Ravenala
("Blatt des Waldes" oder "Baum des Reisenden"; botanich: Ravenala madagascariensis) fächert über ihrem
Stamm rund ein Dutzend bananenblätterartige, langstielige Blätter
auf und wird 3 - 6 m hoch. Die stille Harmonie der Blätterfächer machte die
Ravenala zum Nationalgewächs Madagaskars. Stamm und Blätter
der Ravenala werden an der Ostküste zum Häuserbau benutzt.
Im Jahre 2005 wurde im Nordwesten Madagaskars eine neue Palmenart entdeckt, mit wissenschaftlichem Namen Tahina spactabilis. Das mit 20 m Höhe riesige Gewächs fiel einem Forscher erst auf, als es nach 100 Jahren zum ersten Mal zum Blühen begann, einen riesigen senkrechten Trieb mit tausenden von Blüten und dann Früchte hervorbrachte und schließlich starb. Gentests konnten die Palme als eigene neue Art bestätigen. Es wird vermutet, dass es heute nur noch wenige Exemplare dieser seltsamen Palmenart in Madagaskar gibt.
Baumarten Madagakars
Nach neuen Schätzungen finden sich in Madagaskar etwa 4200 endemische Baumarten.
Nur an besser bewässerten Orten und an Flussufern wachsen ausladende Tamarindenbäume, in denen sich gern die Katta-Lemuren aufhalten und sich die Flughunde zur Ruhe begeben. Der Tamarindenbaum (Tamarindus indica; madagassisch kily) zählt zu den Johannisbrotgewächsen. Das Fruchtmus der Hülsen wird als Nahrungsmittel und zur Herstellung von Limonaden, Fruchtsirup u.a. verwendet. Der Baum galt früher als heilig, wie auch der Feigenbaum und der Baobab.
Litschis (litchi
chinensis) sind die einzigen Früchte, die in nennenswerten
Mengen aus Madagaskar exportiert werden. Der Litschibaum stammt
aus China und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse
(Sapindaceae). Die Früchte
des Baums heißen Litschi, Litsch, Lychee oder Litchi.
Madagaskar ist mit einem Marktanteil von 70 Prozent übrigens Europas
wichtigster Lieferant von Litschis. Knapp 100.000 Tonnen der weißfleischigen,
süßen Frucht werden
in Madagaskar jährlich produziert, etwa ein Viertel davon
geht in den Export.
Der Jackfruchtbaum, Artocarpus heterophyllus, ist ein Maulbeerbaumgewächs, das bis zu 25 m hoch wird mit stärkereichen Fruchtständen (Jackfrüchte). Die Jackfrüchte werden bis zu 40 kg schwer und sind sehr schmackhaft. Allerdings ist es eine riesensauerei diese Früchte zu essen.
Der Mangobaum, Mangifera indica, zu den Sumachgewächsen gehörender, in den Tropen verbreiteter bis 40 m hoher Obstbaum. Die länglichen gelben, orangen oder grünen, bis 2 kg schweren wohlschmeckenden Steinfrüchte (Mangos) enthalten viel Vitamin B und A.
Farne, Nestfarne und Baumfarne Madagaskars
Nestfarne (Asplenium
nidus) sind Epiphyten im tropischen Regenwald.
Cycas oder Cycas-Palmfarne sind die einzige Gattung in der Familie der Cycadaceae. Die Samenanlagen sind nicht von Fruchtblättern geschützt.
Baobabs (Affenbrotbäume) -> zu Baobabs
Die Affenbrotbäume oder Baobabs sind vor allem im Westen und Süden Madagaskars anzutreffen (mehr Inforamationen zu Baobabs) .
Weitere Informationen zu: Baobabs - Tiere von Madagaskar - Naturschutzgebiete
